Freitag, 18. Oktober 2013

Patchwork-Nadelkissen

In meiner neuesten Nähbuch-Errungenschaft "Lieblingsteile selber nähen", ist ein wunderschönes Patchwork-Nadelkissen abgebildet. Ich konnte einfach nicht widerstehen  
(denn eigentlich habe ich ja genügend Nadelkissen) und musste es sofort nachnähen:

Ein richtig tolles Projekt für Anfänger - aber natürlich auch für Fortgeschrittene.
... und wirklich prima geeignet um seine ganzen Stoffreste mal zu verwerten.


Es ist außerdem wirklich sehr schnell genäht und schön groß mit viel Platz für all die vielen Nadeln.
Einzig allein die Wahl der passenden Stoffe nimmt ein wenig Zeit in Anspruch - das war zumindest bei mir so.
Ich kann mich dann einfach nicht entscheiden und das dauert meist länger, als das eigentliche Nähen - aber das kennt ihr ja sicher.


Liebste Grüße 

Eure Nina

Montag, 14. Oktober 2013

Wildspitz - ein Projekt in 3 Akten


Was soll ich sagen - ich kann es selbst kaum glauben, endlich ist er fertig:
mein erster Wildspitz Geldbeutel (kleine Ausführung)
Meine Güte, was hat das Ding mich Nerven gekostet! Ich war zwischenzeitlich schon drauf und dran alles in die Ecke zu werfen.
Noch nie hat mich ein einzelnes Nähprojekt so lange beschäftigt und gleichzeitig so unfassbar demotiviert.

Dabei sah am Anfang noch alles ganz easy aus.
Die Zuschnitte waren schnell gemacht, der erste Reißverschluss ratzi-fatzi eingenäht - tja und dann nahm das Falt-Desaster seinen Lauf.
Ob ihr es glaubt oder nicht - mein geduldiger Herr Gatte hat schlussendlich das Ding gefaltet, weil ich absolut keine Nerven mehr dazu hatte - irgendwann fehlte mir dann einfach die Geduld.

Mein Fazit:
Also nur anhand der Nähanleitung hätte ich das Ding wohl niemals genäht bekommen.
Aber es gibt ja immer sehr, sehr liebe Menschen, wie z.B. Ulrike von Gnaehtes
die ein tolles, wenn auch teilweise etwas dunkel geratenes, 3-teiliges Nähvideo ins Netz gestellt hat. *klick*
Ein großes DANKE an dieser Stelle.

Mit dem "richtigen durchlesen" hatte ich es noch nie so wirklich und falls ihr Euch jetzt wundert, warum die Mitte der Geldbörse ein langes weißes Samtband ziert, dann wisst ihr jetzt bestimmt auch warum.
Ich hatte überlesen, dass nur bei der großen Variante der Börse die Mitte durch eine Naht getrennt wird.
Es ist daher wirklich unbedingt von Vorteil, sich vorher die Anleitung ganz genau 
durchzulesen (steht auch dort noch mal explizit drin).

Im Nachhinein bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden - aber noch einmal werde ich ihn so schnell nicht nähen.






Ende gut - alles gut. Wurde aber auch endlich Zeit !
- jetzt ist mein Nähtisch wieder frei für neue Projekte.

Das Freebook findet ihr übrigens bei Farbenmix.

Liebste Grüße
Eure Nina

Freitag, 11. Oktober 2013

Garnschrank - das Makeover


Geschafft! Die Aufhübschung meines Garnschrankes ist vollendet.
Mit ein bisschen Magnet- und Tafelfarbe, einem hübschen Serviettenmotiv und vielen kleinen Knöpfen, 
ist ein nützliches und zugleich hübsches Frontbild entstanden.
An dieser Stelle nochmal ein dickes DANKE für all Eure tollen Ideen !!!  

Meist fällt einem ja beim Arbeiten auf, was noch so fehlt, bzw. wo die Defizite sind.
Bei mir war es die Möglichkeit, Schnittmuster oder Nähanleitungen in Sichtweite aufzuhängen. 
Aus diesem Grund habe ich mich für einen magnetischen Untergrund entschieden.
Martina von Stoff.Dialog hatte die gute Idee mit dem Tafellack und so habe ich einfach beides kombiniert.





Leider haften durch den Tafellackanstrich nur die starken Magnete.
Für Schnittmuster und To-Do-Listen reicht es aber allemal.  
Die farblich passenden Knöpfe habe ich mit Heißkleber einfach auf die Rückseite der Magnete geklebt.

Die kleinen Magnete und das Serviettenmotiv findet ihr übrigens hier

Jetzt räum ich aber erstmal meinen Garnschrank auf, 
durch das auf- und abhängen, ist innen einen ganz schönes Chaos entstanden.
Wenn ihr noch einmal einen Blick in das aufgeräumte Innere werfen wollt, dann bitte 
hier entlang *klick*

Bis bald
Eure Nina


Montag, 7. Oktober 2013

Kreatives Lesefutter und jede Menge Inspiration

In der letzten Woche habe ich mich schon mal ein bisschen mit weihnachtlichen Dekomagazinen und 2erlei Nähbüchern eingedeckt.
sind ja immerhin "nur" noch 11 Wochen bis der Baum wieder glüht und die Vorfreude auf meine 2liebste Jahreszeit wird von Tag zu Tag größer.

Ich war schon ganz hibbelig, weil ich nicht wusste ob das zweite Buch auch wirklich bei der Lieferung dabei sein würde - denn auf der Onlineseite stand "nur solange der Vorrat reicht" - und als das Paket dann endlich kam und ich das Buch unter den anderen tollen Sachen entdeckte, war ich super glücklich.

Denn im Nähen von Puppen bin ich wahrlich keine Weltmeisterin. 
Die erste Puppe die im letzten Jahr um die Weihnachtszeit für die kleine Dame genäht habe, war eine eher unproportionierte Laura - aber seht selbst...

Nichtsdestotrotz, war die Maus total happy über ihre Puppe, auch wenn sie alles andere als perfekt ist.
... das andere Kerlchen ist übrigens Heidi - Heidi war mein erstes Kuscheltier und enstand vor knapp 1,5 Jahren.
Laura´s Pullover, der Stern und die Schuhe sehen mittlerweile leider auch nicht mehr ganz so taufrisch aus und daher habe ich beschlossen, endlich mal eine richtig schöne Puppe zu nähen.

Ich muss sagen, ich bin ein richtiger Fan von all den tollen RevoluzZza Puppen und das war auch ein bisschen der Grund, warum ich dieses Buch unbedingt haben wollte. ... aber auch die anderen Puppen im Buch sind einfach nur Zucker, kann ich wirklich nicht anders sagen - einfach rundum gelungen !!!!

Auf alle Fälle wird in den nächsten Wochen ein kleines Rotkäppchen entstehen .. und vielleicht noch ein kleiner Tommy, denn der steht schon seit längerem auf meiner To-Do-Liste.

Im anderen Buch geht es mehr um alltagstaugliches Nähen - von Gardinen über Sitzkissen bis hin zu Kleidern, Röcken und Oberteilen - aber auch dies ist ein richtig tolles Buch, mit tollen Ideen.

Die Tage gebe ich mich aber erst einmal an die Aufhübschung meines Garnschrankes.
Die Magnetfarbe war nämlich auch mit im Paket und das heißt für mich, ich kann starten.

Bis bald
Eure Nina







Dienstag, 1. Oktober 2013

[über das Mama sein] - die Chef-Frage

Zugegeben, beim ersten Kind hat doch wirklich niemand eine konkrete Vorstellung über die Trotzphase des eigenen Kindes - oder?
In der Vergangenheit erlebte man zwar die eine oder andere Situation im Supermarkt oder Einkaufszentrum, 
in der eine Mutter mit hochrotem Kopf verzweifelt versucht hat, mit Engelszungen auf ihr schreiendes, am Boden liegendes Kleinkind einzureden, es möge doch bitte wieder aufstehen... 
... aber das man selbst mal irgendwann, in naher Zukunft, eben genau eine solche Mutter sein würde - diesen Gedanken haben doch mit Sicherheit die Wenigsten. Ich hatte ihn auf alle Fälle nicht.
Ich war froh nicht in der Haut jener Mutter zu stecken und eins wusste ich damals genau:
Sowas passiert mir nie !

Aber, es ist nun mal wie es ist - der Zeitpunkt kommt! 
Beim Einen ist er mit dem Ausbruch eines Supervulkans vergleichbar, beim Anderen eher mit einem kleinen Unwetter. Jedes Kind ist eben anders.


Bei uns kam eben dieser besagte Zeitpunkt im vergangenen Jahr um die Weihnachtszeit
(wobei die eigentliche Trotzphase bereits im Sommer begonnen hatte) 

Ich war mit der kleinen Dame im Supermarkt einkaufen und beim ersten Ausspruch des wunderschönen Wörtchens NEIN, warf sie sich in unmittelbarer Nähe der Kasse auf den Boden. 
In einem solchen Moment ist es äußerst unangenehm, wenn dich plötzlich alle so seltsam anstarren... dieser Mix aus Mitleid und Entsetzen - man sucht eigentlich nur noch nach dem großen Loch, in dem man unbemerkt verschwinden kann..
Gut, sie hat jetzt nicht geschrien, aber sehr lautstark allen Anwesenden inkl. mir zu verstehen gegeben was sie partout haben will und ich, die böse Mama, ihr nicht kaufen möchte.

Ihr merkt - der Kreis schließt sich an dieser Stelle wieder.

Was also tun ? 
Nun, zu Anfang war ich ein wenig ratlos und habe dann versucht, ohne groß Aufsehen zu erregen, 
einfach nur noch das Beste aus der Situation zu machen.
Ich hab es erst gar nicht mit Reden versucht!
Zu meinem eigenen Erstaunen musste ich lachen und habe dann zu ihr gesagt:
"Na wenn Du meinst, dann musst Du da halt liegen bleiben"  
Dann ging ich auf direktem Weg zur Kasse.

Den Gesichtsausdruck hättet ihr sehen sollen - einfach unbezahlbar!
Ja.. wie jetzt - warum hilft die mir denn nicht auf, ich lieg doch jetzt hier .. 
und warum krieg ich das jetzt nicht was ich wollte ..
hää ? Warum geht die denn jetzt einfach an mir vorbei ?


Offenbar zeigte meine Reaktion Wirkung!
Sie stand schneller auf als ich gucken konnte und stellte sich motzig neben mich.
Was ich gemacht hätte wenn sie trotzdem liegen geblieben wäre, dazu vielleicht 
noch lauthals losgeschrien hätte, weiß ich nicht.
Von daher ist dies leider kein Patentrezept. Bei uns hat es jedenfalls funktioniert, worüber ich wirklich sehr froh war!

Vor mir an der Kasse stand eine sehr nette Dame, um die 50, die mir ein bisschen meine, scheinbar offensichtliche, Peinlichkeit zu nehmen versuchte.
Sie erzählte mir, dass ihre Töchter das auch gemacht hätten - tut in einer solchen Situation doch irgendwie gut zu hören. 
Die nette Kassiererin wollte meinem kleinen Wutzwerg freundlicherweise noch etwas Süßes anbieten, aber das hat sie mit motziger Miene abgelehnt und Mama durfte es sich einstecken. Juhu !

Im Auto hat sie sich dann bei mir entschuldigt - nachdem ich ihr ganz ruhig gesagt hatte, dass ich nicht möchte, dass sie sich im Geschäft auf den Boden schmeißt
- die anderen Leute lachen dann über dich und das ist doch auch nicht schön, oder ?
Hat aber irgendwie nicht so richtig gefruchtet, denn nur zwei Wochen später, 
versuchte sie es erneut - dann allerdings bei meinem Mann.
Auch der Papa muss mal einer solchen Situation ausgesetzt werden - aber der nahm es ganz gelassen...
Er hat sie einfach wortlos sitzen lassen (vorher aber noch von den Zeitschriften weggesetzt, damit sie vor lauter Wut keine zerreißt) und sie erst dann gerufen als er fertig war mit bezahlen.

Danach war Ruhe - das Kind kuriert und die Eltern erleichtert

In diesem Sinne
Euch allen eine Happy Trotzphase
... aber, sie soll vorbeigehen - habe ich mir sagen lassen... 
und in 8-9 Jahren startet dann Phase 2. Man darf gespannt sein ;-)

Aber bis dahin bleiben wir erst einmal Chef.

Liebe Grüße
Nina