Samstag, 20. Februar 2016

Frühjahrsputz und ein paar Gedanken über das Bloggen

Ich liebe es aufzuräumen, umzuräumen und mich neu zu organisieren. Aufräumen tut gut. Sich von Altem zu trennen und Platz für Neues zu schaffen ist nicht nur befreiend sondern schafft Raum für neue Ideen. Ich mag die Veränderung. Das gefällt nicht jedem, aber so ist das nun mal. Bei uns zu Hause ist meist mein Mann der erste der sich beschwert. Dann sucht er wieder die Tesarolle in Schublade A und dabei liegt sie jetzt in Schublade C.
So bin ich eben. Er hat sich mittlerweile daran gewöhnt und fragt meist vorher wo etwas liegt, nicht das er wieder stundenlang suchen muss.

Meinen Blog habe ich nun nach langer Zeit wieder einmal aufgeräumt. Ich habe mich von alten Posts & ein paar Themen getrennt und ein bisschen was neu sortiert. So ein Frühjahrsputz tut einfach gut und musste mal sein. Schon länger grübele ich darüber nach, ob ich das was ich hier mache aufgeben soll, oder ob ich nicht einfach etwas völlig Neues beginne. Ich musste feststellen (und nicht erst seit ich bei Instagram bin), dass sich die Bloggerlandschaft in den letzten zwei Jahren doch sehr verändert hat. Oder habe nur ich mich verändert?

Woran mache ich das fest? Nun, primär habe ich den Eindruck das insgesamt viel weniger kommentiert wird. Wenn ich jetzt mal nur von mir ausgehe, dann ist der erste Punkt ganz klar die Zeit. Ich bin manchmal schon froh das ich es überhaupt schaffe etwas Neues hier im Blog zu zeigen und vergesse dabei ganz oft, bei den anderen tollen von mir abonnierten Blogs in Ruhe eine Runde zu stöbern.
Womit wir auch schon bei Punkt 2 wären - der Schnelllebigkeit. Keine Frage - Instagram ist toll. Du machst ein Foto, bearbeitest es mit wenigen Handgriffen über die App und stellst es dann mit ein paar lieben Worten & Hashtags versehen online. Eine schnelle und feine Geschichte. Das geht beim klassischen Blog natürlich nicht. Da muss das Foto erst auf den Rechner gezogen werden. Dann wird es bearbeitet, evt noch in eine Collage gepackt und erst dann wird der passende Post dazu verfasst. Das frisst Zeit. Zeit die ich manchmal zwecks Kinder & dem alltäglichen Wahnsinn einfach nicht habe. Das hat zur Folge, dass ich weniger poste und zwischendurch mehr bei Instagram zeige weil es einfach schneller geht. Angemeldet habe ich mich dort ja im letzten Sommer. Nach noch nicht mal einem Jahr habe ich mehr als doppelt so viele Abonnenten wie hier im Blog. Hier werden es mit der Zeit leider sogar immer weniger. Woran liegt das? 

Ich glaube, dass ein Blog so wie ich ihn betreibe - ohne Werbung, ohne Gewinnspiele, ohne FB-Freunde & ohne Sponsoren schlicht und einfach langweilig ist. Eben nichts Besonderes - weil hier ist "nicht viel zu holen". Mir persönlich ist es an erster Stelle wichtig meine Kreativität mit euch zu teilen. Werbung werdet ihr hier nur finden, wenn ich auch wirklich davon überzeugt bin. Die meisten Dinge habe ich bislang immer abgelehnt, weil ich ehrlich gesagt kein Freund davon bin hier über Bettwäsche zu berichten die so null zu meinem Blog passt. Im Gegenteil - zu viel Werbeposts die noch dazu schlecht "verpackt" sind, mag ich persönlich überhaupt nicht. Sponsoren habe ich ebenfalls keine, was dadurch auch bedeutet das es hier keine Gewinnspiele gibt (außer der Blog hat mal wieder Geburtstag und das zahle ich dann aus eigener Tasche). Ich habe aber auch nie gezielt nach Sponsoren gesucht oder explizit danach gefragt für etwas Werbung machen zu dürfen. Darum habe ich nicht angefangen zu bloggen. Es ist mit Sicherheit eine feine Sache - aber einfach nicht mein Ding. 
All das kostet mich Leser. Das weiß ich. Das ist mir zu 100 Prozent bewusst. Aber dann ist das eben so. 
Ich weiß, dass viele diesen Blog lesen, auch wenn sie keine eingetragenen GFC-Follower sind. Ich weiß, dass mir das was ich hier mache schlicht und einfach Spaß macht. Als sich im Januar, nach fast drei Jahren der 100 Follower hier eingetragen hat, hab ich mich riesig gefreut. Klar - ich bin auch über jeden traurig, der wieder geht. Irgendwie lässt man sich dann doch von Zahlen leiten und man fängt an sich Gedanke zu machen und wäre insgeheim auch gerne so "erfolgreich" wie so manch anderer.
Auf Instagram habe ich dann vor kurzem einen schönen Spruch gelesen: WENN DU AUFGEBEN WILLST, DENK DARAN WARUM DU ANGEFANGEN HAST. 
Das hat mich motiviert und darin bestärkt einfach weiterzumachen und sich nicht von Zahlen in die Enge treiben zu lassen. Zahlen sind ja was ganz nettes, aber sie können einem auch ganz schön im Weg stehen. 

Wir sollten im Kopf weg von den Zahlen und die Freude wieder daran finden, was wir gerne machen. 
Und weil ich neben dem Nähen & Basteln auch noch gerne schreibe, werdet ihr hier nun auch öfter mal etwas zu lesen bekommen. 


In diesem Sinne
kommt gut in die neue Woche
♥lichst eure Nina